Was ist Homöopathie?

„Ähnliches mit ähnlichem heilen“ – das heißt Homöopathie. Homöopathische Mittel wirken, indem sie eine Reaktion hervorrufen; so wie eine kalte Dusche eine nachfolgende Erwärmung hervorruft. Beim Zwiebelschneiden beginnen die Augen zu brennen und zu tränen und die Nase läuft. Was beobachtet man beim Heuschnupfen? ÄHNLICHE SYMPTOME! Die Zwiebel könnte also in homöopathischer Aufbereitung gegen die Symptome des Heuschnupfens helfen.

Wie wirkt ein homöopathisches Arzneimittel?

Die Selbstheilungskräfte werden aktiviert.
Jeder Mensch ist ein Gesamtkunstwerk, ein Individuum mit bestimmten Charakterzügen, Schwächen und Stärken und „seinen“ Krankheiten. Jeder Mensch braucht folglich auch „sein“ ganz bestimmtes Heilmittel. Das heißt, nicht nur die Krankheit wird behandelt, sondern der ganze Mensch! Das zur Zeit erforderliche Arzneimittel muß also individuell gesucht werden. Nach der Einnahme können alte, zur Zeit verborgene Krankheitszeichen wieder aufflackern oder die aktuellen Symptome verstärken sich für kurze Zeit. Diese Erstreaktion ist ein gutes Zeichen: der Körper reagiert auf das Arzneimittel.

Was sind homöopathische Arzneimittel?

Ausgangsstoffe sind Substanzen pflanzlichen, mineralischen und tierischen Ursprungs (z.B. die Tinte des Tintenfischs, Phosphor oder Bärlauch). Diese werden in speziellen Herstellungsverfahren verdünnt und potenziert. Üblichste Form sind die Globuli (Milchzuckerkügelchen, die mit der Arznei benetzt wurden). Es gibt auch Tropfen und Tabletten. Was bedeuten die Zahlen und Buchstaben hinter dem Namen des Mittels? Bei den C-Potenzen zum Beispiel wird die Ausgangssubstanz 1:100 verdünnt und dann verschüttelt oder verrieben. Bei C200 geschah das 200mal.

Beginn der Behandlung

Neue Patienten mit chronischen Krankheiten werden über eine ausführliche Anamnese (Gespräch über die Erkrankungen im bisherigen Leben und das aktuelle Beschwerdebild) aufgenommen. Ich erarbeite mir ein Bild des Patienten, der mir gegenüber sitzt in seiner körperlich-geistigen-seelischen Gesamtheit. Zu diesem Bild suche ich dann die am besten passende Arznei heraus. Bei Kindern wird dazu mindestens eine Stunde, bei Erwachsenen zwei Stunden benötigt.

Einnahme des Mittels

Grundsätzlich nimmt man bei höheren Potenzen zunächst erstmal eine Gabe, das heißt ca. 3 Globuli und läßt sie unter der Zunge zergehen. Wiederholt wird das Mittel frühestens dann, wenn die Wirkung nachläßt. Das kann bei höheren Potenzen mehrere Wochen oder Monate dauern, ist aber individuell verschieden.
Sie sollten sich also grundsätzlich 4 Wochen nach der ersten Mitteleinnahme bei mir melden, bzw.
1. wenn es Ihnen nach einer Zeit der Besserung wieder schlechter geht oder
2. noch Beschwerden fortbestehen oder
3. neue (akute) Beschwerden über mehrere Tage auftreten
und natürlich immer, wenn Sie Fragen haben.
Unterstützen können Sie die Behandlung, wenn Sie sich Veränderungen, die Sie nach einer Mitteleinnahme an sich beobachten, notieren.
Es gibt Substanzen, die die Wirkung homöopathischer Arzneimittel aufheben können. Dazu gehören Kaffee, Pfefferminze, Eukalyptus und Kampfer ( zum Beispiel in Hustenbalsam, Sportsalben…).
Zahnbehandlungen mit Betäubung und Zusätze in Farben (Renovierarbeiten) können die Wirkung ebenfalls abschwächen.

Und nun verbleibe ich mit den besten Genesungswünschen

Dr. Constanze Schafranka